Oktober 14, 2008

Physik im Alltag

Oktober 14, 2008

Soeben bestieg ich die Leiter meines Hochbetts, um nach meinem Schlafanzug Ausschau zu halten. Ich erspähte ihn und griff durch die Gitterstäbe der Absperrung danach, stellte jedoch fest, dass er von meiner jetzigen Position – am linken Ende des Bettes – aus nicht zu erreichen war, woraufhin ich leichtfüßig von der Leiter sprang, da ich plante mich vom Boden aus am rechten Teil des Bettes hinaufzuziehen (Ja, das nicht nur einfacher, sondern auch aufregender als die Leiter hinaufzugehen und aufs Bett zu kriechen).
Während sich meine nackten Füße vom kalten Metall der Leiter lösen fällt mir auf, dass sich mein Arm immer noch zwischen den zwei Gitterstäben, durch die ich eben gegriffen habe, befindet. Und da erinnere ich mich plötzlich an den Physikunterricht und die wunderbare Welt der Hebelwirkung. Der Hebel: Mein Arm. Zweifel, ob es meinem Arm gelingen wird die Metallstange aus ihren Fugen zu heben, melden sich zu Wort.
Im Fallen versuche ich den Arm aus der Umklammerung zu ziehen. Es wird knapp. Ich komme auf Zehenspitzen auf, die Position meines Arms sieht ungesund aus, doch er ist nicht gebrochen.

Und wieder einmal hat die angewandte Physik mir den Tag und meinen Arm gerettet! Zurück bleibe ich mit blauen Flecken und auch ein Stückchen weiser…

Mein Arm tut wirklich verdammt weh.

Echt.

Good thing: Grounds for Divorce von Elbow kam gerade im Radio und ich weiß nicht, ob es am Song lag oder daran, dass er im Trailer von Burn after Reading verwendet wird, aber ich fühl mich gerade richtig gut.

„Das einzige, was sie im Moment interessierte war das entstellte Gesicht des Jokers genau vor ihrem.
Die schwarz geschminkten, funkelnden Augen, die sie irre, aber voller Lebensfreude ansahen. Wunderschöne tief braune, fast schwarze Augen.

aus The Joker’s Love von Apovelation